Aktien: Was ist für die Deutschen beim Kauf entscheidend?

Die Deutschen scheuen eher das Risiko und setzen auf Sicherheit, heißt es gemeinhin. Diese Behauptung ist nicht aus der Luft gegriffen. Denn auch bei den Gründen für den Kauf einer Aktie steht der Aspekt der Sicherheit ganz oben. Für 46 Prozent der Deutschen ist die „stabile Kursentwicklung“ der wichtigste Grund, um sich bestimmte Wertpapiere zuzulegen.

Auf dem zweiten Platz liegt die „sichere Anlage“. Für 40 Prozent der Bundesbürger steht dies im Vordergrund. Erst der drittwichtigste Grund ist die „hohe Dividende“ (29 Prozent). Das sind unter anderem die Ergebnisse der repräsentativen Studie „Aktienkultur in Deutschland“, für die 2.000 Deutsche ab 18 Jahren befragt wurden.

Für höhere Ziele eines Unternehmens interessieren sich die Deutschen beim Aktienkauf kaum. Lediglich für 14 Prozent der Befragten spielt es eine Rolle, ob eine Firma, deren Anteile sie erwerben wollen, ein vorbildlicher Arbeitgeber ist. Das heißt zum Beispiel, dass im Management alles ohne Skandale abläuft. Auch ob ein Unternehmen nachhaltig arbeitet, ist für viele nicht relevant. Nur zwölf Prozent lassen sich von diesen hehren Motiven zum Kauf verleiten.

Auch die Herkunft eines Konzerns hat für die Kaufentscheidung kaum eine Bedeutung. Nur für 15 Prozent der Deutschen ist es wichtig, dass das Unternehmen, dessen Aktien sie kaufen, auch aus Deutschland stammt. Und der Lokalpatriotismus ist beim Wertpapiererwerb fast gar kein Faktor: Mickrige vier Prozent der Bundesbürger richten sich danach, ob ein Unternehmen aus der Region kommt, in der sie leben. Was zählt, ist halt Sicherheit, Sicherheit und nochmals Sicherheit.