Aktienkultur? Nicht nur in Deutschland Fehlanzeige

Die Deutschen gelten als Aktien-Muffel, dagegen Briten und US-Amerikaner als weit aktienaffiner als die Bundesbürger. Empirisch lässt sich das nicht nachweisen, wie die Studie der „Aktion pro Aktie“ aus 2016 zeigt. Demnach gibt es beim Anteil der Aktienanlagen am Gesamtvermögen der Befragten kaum einen Unterschied zwischen den Ländern: In Deutschland liegt der Anteil bei zwölf Prozent, in den USA und Großbritannien bei 14 Prozent. Insgesamt setzen Briten, US-Amerikaner und Deutsche eher auf niedrig verzinste Anlageformen.

Unterschiede zeigen sich dagegen in Sachen Risiko: Die Deutschen sind gegenüber Aktien deutlich skeptischer als Briten und US-Amerikaner. Auf einer Skala von 0 bis 10 (wobei 0 kein Risiko bedeutet und 10 ein hohes), bewerten Deutsche Einzelaktien mit einer 6,2, Aktien-ETFs mit einer 5,7 und Aktienfonds mit einer 5,5. Bei US-Amerikanern und Briten liegt die Bewertung für die drei Anlageformen größtenteils unterhalb der Marke 5.

risiko-anlageformen

Ein Teil der Deutschen geht deutlich auf Distanz zum Börsengeschehen: Insgesamt ist sich ein Drittel (32%) sicher, unter gar keinen Umständen in Aktien investieren zu wollen. In Großbritannien sind es nur 21% und in den USA sogar nur ein Zehntel (10%).

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