Dividende – muss man das kennen?

Die bevölkerungsrepräsentative Studie „Aktienkultur in Deutschland 2017“  der „Aktion pro Aktie“ belegt: Das Börsenwissen ist hierzulande weiter schwach ausgeprägt. So wissen nicht einmal vier von zehn Deutschen, dass es bei Aktien einen weiteren Renditebestandteil neben der Wertentwicklung gibt: Die Dividende. Sie wird dem Aktionär bei entsprechendem Gewinn des Unternehmens ausgezahlt.

Mit wie viel Geld man da rechnen kann, hängt stark vom Unternehmen ab, dessen Aktien man gekauft hat. Erste Voraussetzung ist, dass die AG erfolgreich gewirtschaftet hat und am Ende des Geschäftsjahres ein Gewinn steht. Selbstverständlich kann ein Unternehmen aber nie seinen ganzen Gewinn an die Aktionäre ausschütten. Ein Teil davon wird benötigt, um Rücklagen zu bilden oder Investitionen zu tätigen. Die Höhe der Dividende ist nicht bei allen Unternehmen einheitlich geregelt, liegt aber in den meisten Fällen zwischen vierzig und fünfzig Prozent des Gewinns. Genau festgelegt wird das bei der alljährlichen Hauptversammlung.

Die Dividende je Aktie wird entweder als fester Betrag oder als Prozentsatz des Nennwertes angegeben. So kann jeder Aktionär leicht selbst berechnen, welche Summe er erwarten kann.

Und noch eine Info: Dividenden-Zahlungen müssen als Einkünfte aus Kapitalvermögen mit der Abgeltungsteuer versteuert werden.  In der Regel wird die Kapitalertragsteuer in Höhe von 25 % (zuzüglich 5,5 % Solidaritätszuschlag) vor der Ausschüttung abgezogen und an das Finanzamt abgeführt.