Unser Tutorial – 1. Schritt: Anlageform definieren

tutorial1Bevor Sie den ersten Schritt an die Börse wagen, sollten Sie sich ein paar Gedanken über ihre Anlageziele machen. Möchten Sie für das Alter sparen? Oder möchten Sie ein Motorrad kaufen? Oder reisen? Sind Ihre Ziele also eher kurzfristig oder langfristig? Und welches Risiko sind Sie bereit einzugehen? Grundsätzlich gilt: Eine höhere Rendite ist nur durch mehr Risiko zu erreichen. Langfristig können Sie zwar mit Aktien mit großer Wahrscheinlichkeit bessere Renditen erzielen als mit Sparbüchern, Tages- oder Festgeld. Das Risiko von zwischenzeitlichen Kursverlusten an den Börsen müssen sie aber in Kauf nehmen.

Eine weitere wichtige Frage, die Sie für sich vor dem Aktienkauf klären sollten, lautet: Wie viel Geld möchten Sie anlegen? Fangen Sie als Einsteiger unbedingt mit eher kleinen Beträgen an. Investieren Sie an der Börse nur Geld, das Sie nicht kurzfristig benötigen und dessen Verlust Sie – im Fall der Fälle – verkraften könnten. Laufen die Märkte in die falsche Richtung, müssen Sie so nicht hektisch mit Verlust verkaufen, sondern können unter Umständen auf bessere Zeiten warten und am Ende doch noch eine Rendite einfahren.

Sie können sich für Aktien von Unternehmen entscheiden, von denen Sie sich eine gute Entwicklung versprechen, oder Sie können in einen Fonds investieren. Bei klassischen Aktienfonds wählt ein Fondsmanager die Aktien aus und verwaltet den Fonds. Es gibt aber auch passiv anlegende, börsengehandelte Indexfonds, so genannte ETFs, die derzeit immer populärer werden. ETF steht für Exchange Traded Funds. Passiv heißt, dass dabei kein Fondsmanager aktiv bestimmte, besonders aussichtsreiche Aktien auswählt, sondern der Fonds möglichst genau die Entwicklung eines bestimmten Index nachvollziehen soll. Mit einem ETF kaufen sich Anleger quasi einen ganzen Börsenindex. Rein theoretisch stecken zum Beispiel in einem Dax-ETF immer genau die Aktien, die auch Mitglied im Dax sind. Steigt der Dax um ein Prozent, steigt auch der Dax-ETF um ein Prozent. Fonds unterscheiden sich auch bei der Höhe der Gebühren: Bei aktiv gemanagten Aktienfonds fallen für die Anleger höhere Gebühren an. Bei ETFs dagegen muss niemand aktive Anlageentscheidungen treffen. Das spart enorm Kosten.