Geldanlage – ein großer Spaß?

Mehr Verunsicherung, aber auch mehr Freude: Das sind die Gefühle, mit denen sich die Deutschen dem Thema Geldanlage nähern. Die bevölkerungsrepräsentative Studie „Aktienkultur in Deutschland 2017“ der „Aktion pro Aktie“ zeigt, dass die anhaltend niedrigen Zinsen doch leise Zweifel nähren. Nur noch 21 Prozent der Befragten glaubt, das Beste aus dem eigenen Vermögen zu machen. Dieser Wert ist in den vergangenen Jahren gesunken: 2014 waren es noch 28 Prozent, die glaubten, ihr Geld sei gut angelegt.

Das scheint die Deutschen dazu zu bringen, sich verstärkt mit den eigenen Finanzen zu befassen. Wo lege ich mein Geld an? Welche Optionen gibt es, und welche Anlageform passt am besten zu mir? Und das kann auch Spaß bringen! Diese Erfahrung machen immer mehr Deutsche. Mittlerweile beschäftigen sich fast 40 Prozent gern mit persönlichen Geldfragen, wie die Studie zeigt. Vor drei Jahren waren es lediglich 30 Prozent.

Es sind vor allem die Männer, die mit Freude bei der Sache sind: Das sagen 44 Prozent von sich, aber nur 34 Prozent der Frauen. Noch begeisterungsfähiger sind Jugendliche. In dieser Altersgruppe macht es 47 Prozent der Befragten Freude, sich mit der eigenen Finanzplanung zu befassen.

Dabei ist Spaß offensichtlich eine Voraussetzung für ein Börsenengagement. Unter den Aktionären ist der Anteil derjenigen, die sich mit Freude um die eigene Geldanlage kümmern, besonders hoch.