Spaß an der Börse?

Warum legen viele Deutsche ihr Erspartes in Aktien an? Nicht aus Spaß, wie die repräsentative Studie „Aktienkultur in Deutschland 2017“ der „Aktion pro Aktie“ belegt. Nur 21 Prozent der Befragten, die in Aktien investieren, tun dies aus Freude am Aktienhandel und dem Verfolgen von Börsenkursen. Auch Interesse an Wirtschaftsthemen ist für drei Viertel der Aktienbesitzer kein Grund für ihre Investments.

Was die Deutschen zum Aktienkauf bewegt, sind mangelnde Alternativen: Auf klassische Anlageprodukte gibt es so gut wie keine Zinsen mehr, Wertpapiere bieten dagegen auch in der Niedrigzinsphase Chancen auf gute Renditen. Jeweils 47 Prozent der befragten Anleger geben diese Aspekte als Motivation für ihre Wertpapierinvestments an. Der Wunsch, sein Geld zu vermehren, ist somit der wichtigste Beweggrund für den Kauf von Aktien.

Die Studienergebnisse zeigen: Wer sein Vermögen durch Geldanlagen vergrößern möchte, muss nicht zwangsläufig ein Aktienguru sein oder eine Vorliebe für Wirtschaftsthemen mitbringen. Auch Zeit ist kein Faktor. Bei Wertpapiersparplänen zum Beispiel wird monatlich ein Betrag in Aktien beziehungsweise ETFs angelegt. So werden Börsenschwankungen über einen längeren Zeitraum ausgeglichen. Es gibt heutzutage auch digitale Anlageberater, sogenannte Robo Advisor, die dem Sparer die Anlageentscheidungen auf Basis einer zuvor ermittelten Anlagestrategie komplett abnehmen. Diese Online-Tools passen das Wertpapierdepot automatisch aufgrund von Algorithmen an.

Wie der Einstieg in die Aktienwelt am besten funktioniert, zeigt auch unser Tutorial.