Stop-Loss-Order – wie geht das?

Es ist die große Angst der Deutschen, die sie häufig vom Aktienkauf zurückschrecken lässt: an der Börse auf einen Schlag viel Geld zu verlieren. Dabei gibt es eine Reihe kluger Instrumente, dem vorzubeugen. Eines davon ist die Stop-Loss-Order. Sie wirkt, wie es ihr Name schon sagt. Sie stoppt Verluste. Bereits erzielte Gewinne werden gesichert. Wir erklären, wie das geht.

Im Prinzip funktioniert die Stop-Loss-Order wie ein normaler Wertpapierauftrag. Der Anleger bestimmt einen Kurs unterhalb der aktuellen Notierung, bei dem ein Verkaufsauftrag für das Papier ausgelöst werden soll. Der angegebene Kurs stellt keine Kursgarantie dar. Es wird lediglich der Auftrag automatisch ausgelöst und geht als Bestens-Order in den Handel. Der tatsächliche Verkaufskurs kann dann unter – oder in wenigen glücklichen Ausnahmefällen – über dem Stop-Kurs liegen.

Wann greift die Notbremse?

Die schwierigste Frage bei diesem Instrument: Wie bestimmt man den Stop-Kurs? Wie groß wählt man den Abstand zum derzeitigen Kurs? Ärgerlich ist es nämlich zum Beispiel, wenn die Aktie nach einem einzelnen schwachen Tag bereits abgestoßen wird, danach aber wieder munter ansteigt. Noch ärgerlicher kann es werden, wenn die Stop-Marke zu tief liegt. Dann nimmt der Anleger unnötig hohe Kursverluste in Kauf, bevor die Notbremse greift und die Order ausgelöst wird.

Viele Ratgeber empfehlen eine Spanne von zehn Prozent unter dem aktuellen Kurs. Bei Aktien, die sehr schwankungsfreudig sind, sollte ein größerer Abstand gewählt werden. Andere Anleger setzen auf ihren ursprünglichen Einstiegskurs, um eigene Verluste zu verhindern. Die Stop-Marke sollte außerdem hin und wieder angepasst werden, wenn sich die Aktie in einem Aufwärtstrend befindet. Aber auch das sollten Anleger in Ruhe beobachten und entscheiden. Denn bei vielen Banken und Brokern werden mit jeder Orderänderung Transaktionskosten fällig.