Studie zum Tag der Aktie: Jüngere Anleger besonders offen für Aktienanlagen

Der Anteil der Deutschen, die aktuell in Aktien investiert sind, ist mit 29% gegenüber dem Vorjahr (30%) stabil geblieben.
Dabei sind Aktienfonds (18%) am beliebtesten, gefolgt von Wertpapiersparplänen (13%), Einzelaktien (10%) und ETFs (6%). Das sind Ergebnisse der repräsentativen Studie zur Aktienkultur in Deutschland. Anlässlich des „Tags der Aktie“ am 18. März wird die Studie zum fünften Mal von den Direktbanken der „Aktion pro Aktie“ veröffentlicht. Das Marktforschungsinstitut Toluna hat dafür im Januar 2019 insgesamt 2.000 Deutsche ab 18 Jahren befragt. Der Berichtsband steht mit sämtlichen Ergebnissen hier zum Download bereit.

Anteil der jungen Aktionäre gestiegen
Wie die Studie zeigt, ist der Anteil der Aktionäre unter den 18- bis 24-Jährigen gestiegen – von 19% im vergangenen Jahr auf jetzt 26%. Es sind auch die Jüngeren, die im vergangenen Jahr mehr als die Älteren über eine mögliche Aktieninvestition nachgedacht haben: 56% der 18- bis 24-Jährigen und 55% der 25-34-Jährigen gegenüber 41% in der Gesamtbevölkerung.
Gleichzeitig nimmt die Orientierungslosigkeit der Anleger zu. 47% der Befragten haben das Gefühl, nicht das Optimale aus ihrem Vermögen zu machen – so viele wie noch nie in den fünf bislang vorliegenden Studien der „Aktion pro Aktie“. Den größten Optimierungsbedarf sehen die Jüngeren: 60% der 18- bis 24-Jährigen und 55% der 25- bis 34-Jährigen haben das Gefühl, dass sie ihr Vermögen besser anlegen könnten als aktuell. Aber es sind gleichzeitig auch diese Altersgruppen, die sich – nicht zuletzt aufgrund ihrer mangelnden Erfahrung – eine Aktieninvestition nicht zutrauen. So haben 41% der 18- bis 34-Jährigen Angst, ihr Geld zu verlieren, 35% haben Sorge, die falschen Aktien zu kaufen. 27% der Jüngeren wissen gar nicht, welche Aktien sie kaufen sollten und 26% trauen sich einen Aktienkauf schlichtweg nicht zu. Über 35-jährige Anleger stimmen solchen Aussagen deutlich seltener zu.

Defizite in Sachen Finanzbildung und -wissen
Dass es in Sachen Finanzbildung und -wissen in Deutschland Defizite gibt, zeigt auch die Einschätzung der Renditen für verschiedene Spar- und Geldanlageformen. So erwarten die Deutschen durchschnittlich auf einem Girokonto eine Rendite von 0,9%, auf einem Sparbuch von 1,2% und bei Tagesgeld von 1,6% – also deutlich mehr, als in den vergangenen Jahren mit diesen Produkten erzielt werden konnte. Die Renditeerwartungen der Befragten für Aktienfonds und Einzelaktien liegen dagegen bei jährlich 3,6%, für ETFs bei 2,1%. Wertpapierbesitzer sind optimistischer und rechnen bei Aktien mit einem Plus von 5,2% und bei Fonds von 4,7%.
Um das Wissen rund ums Thema Aktien zu stärken und einen vorurteilsfreien Umgang mit Wertpapieren als Geldanlage zu fördern, haben die in der „Aktion pro Aktie“ zusammengeschlossenen Direktbanken gemeinsam mit der Börse Frankfurt den „Tag der Aktie“ ins Leben gerufen. In diesem Jahr findet er am 18. März statt. An diesem Tag können Anleger bei ausgewählten Banken über die Börse Frankfurt DAX30-Aktien und ausgewählte DAX-ETFs ab einem Volumen von 1.000 Euro entgeltfrei kaufen. Mit dabei sind auch die Direktbanken der „Aktion pro Aktie“: comdirect bank, Consorsbank und ING Deutschland.

Über die Studie
Die bevölkerungsrepräsentative Studie „Aktienkultur in Deutschland“ wurde im Auftrag der „Aktion Pro Aktie“, einer gemeinsamen Initiative von comdirect, Consorsbank und ING, durchgeführt. Im Januar 2019 wurden von dem Marktforschungsinstitut Toluna 2.000 Deutsche online befragt.