Volksaktie – was ist das?

45 Prozent der Deutschen würden auf eine Volksaktie vertrauen, die von der Bundesregierung beworben würde. Das zeigt die repräsentative Studie „Aktienkultur in Deutschland 2017“ der „Aktion pro Aktie“. Aber was ist das überhaupt?

Eine Volksaktie ist keine eigene Aktiengattung. Meist bezeichnet man mit diesem Begriff Unternehmensanteile, die mit der Privatisierung staatlicher Betriebe gezielt an Kleinanleger verkauft werden. Historisch geht der Begriff zurück auf die Privatisierungspolitik ab 1959, die der damalige Wirtschaftsminister Ludwig Erhard anstieß. Um sich von einem Teil des staatlichen Industriebesitzes zu trennen und die Beteiligung von Bürgern daran zu steigern, wurden zu günstigen Konditionen so genannte Volksaktien herausgegeben. Pro Käufer durfte nur eine beschränkte Stückzahl erworben werden, und die Papiere waren mit Haltefristen versehen. Volksaktien waren damals Anteile an der Volkswagen AG, dem Energiekonzern VEBA und der Preussag.

Bekanntestes Beispiel der jüngeren Zeit ist die Telekom-Aktie. In einer großangelegten PR-Kampagne warb der bekannte Schauspieler Manfred Krug für die T-Aktie und ihren Börsengang 1996. Seit der T-Aktie gab es hierzulande allerdings keine Volksaktien mehr.

Volksaktie - Hauptwünsche der Deutschen zu Aktien als Geldanlage