Was ist los mit dem Image von Aktien?

Das Image von Aktien bleibt negativ behaftet. Dies zeigt die bevölkerungsrepräsentative Studie „Aktienkultur in Deutschland 2017“ der „Aktion pro Aktie“. Abgefragt wurden Finanzbegriffe wie Börse, Aktien, Wall Street und DAX, die allesamt eher auf ein negatives Echo trafen. Positive Gefühle regen sich beim Thema Aktien lediglich bei 29 Prozent der Befragten. Gut ein Fünftel sieht die Begriffe Börse (22 Prozent) und DAX (25 Prozent) positiv. Ein rotes Tuch scheint den Deutschen die New Yorker Wall Street zu sein und alles, was sie seit der jüngsten Finanzkrise damit verbinden. Knapp 40 Prozent der Befragten assoziieren Negatives damit, nur zwölf Prozent haben ein gutes Gefühl.

Positiv dagegen klingen in den Ohren der Deutschen Dinge, die mit Sicherheit verbunden werden. Dazu zählen Eigenheim, Geld sparen und Tagesgeld. Die eigenen vier Wände sind für 75 Prozent der Deutschen positiv besetzt, das Sparen für 71 Prozent und das Tagesgeld für noch knapp die Hälfte der Befragten.

Auf Distanz zu Aktien und Fonds? Diese Einstellung bröckelt. Denn es sind vor allem die Älteren, die vielen Begriffen aus der Finanzwelt wenig Positives abgewinnen können. Bei den Jüngeren sieht das ganz anders aus. Sie verbinden generell mit Finanzbegriffen häufiger Positives. Das Eigenheim und das Sparen sind ihnen ebenso wichtig wie den Älteren. Aber auch Schlagworte wie DAX, Börse und Wall Street stoßen bei ihnen viel häufiger auf eine positives Echo. Möglicherweise setzt sich da die Überlegung durch, dass im aktuellen Marktumfeld gerade die sicheren Anlagen wie beispielsweise das Tages- und Festgeld nur noch sehr niedrige Zinsen abwerfen. Dagegen ermöglicht der Schritt auf das Börsenparkett Anlagemöglichkeiten mit langfristig höheren Renditechancen.