Welche Anlage zahlt sich am meisten aus?

Niedrige Zinsen verderben vielen Leuten die Freude an Tagesgeldkonten und Sparbüchern. Häufig kann der Zinssatz kaum die Inflationsrate ausgleichen und am Ende steht ein realer Wertverlust. Das heißt, dass das angelegte Geld schließlich weniger wert ist, obwohl man sparen wollte! Historisch gesehen ist der Kauf von Wertpapieren eine einträgliche Sache.

Langfristig erwirtschaften Aktien eine solides Jahresplus (an der Börse spricht man von Rendite) – trotz mitunter heftigem Auf und Ab. Ein Beispiel: In den zwanzig Jahren von 1996 bis 2015 konnten Anleger, die in den DAX investiert hatten, in zehn Jahren eine Rendite von jeweils mehr als 20 Prozent pro Jahr einstreichen. Das heißt, dass Aktien, die man für 1000 Euro gekauft hat, nach einem Jahr 1200 Euro wert waren. Allerdings büßte der DAX auch in drei von diesen zwanzig Jahren mehr als 20 Prozent ein. Im Durchschnitt lag die Rendite pro Jahr bei 8,1 Prozent pro Jahr.

Im Vergleich zu den Zinsen für Spargeld ist das eine ganze Menge. Der Chart zeigt den Vergleich zwischen DAX, Sparbuch und Tagesgeld in den vergangenen zehn Jahren.

Allerdings ist der Aktienkauf nie ganz ohne Risiko: Es besteht grundsätzlich immer die Gefahr, dass der Aktienkurs sinkt, Dividenden gekürzt werden oder die Firma nicht mehr viel Gewinn macht. Das sollten Sie nicht vergessen. Denn anders als beim Sparbuch oder Tagesgeld steht die Rendite bei einem Aktieninvestment nicht vorher fest. Weitere Nachteile: Unvorhergesehene Kursschwankungen können auftreten und es könnte sein, dass sich das Investment doch nicht oder erst langfristig auszahlt.

Überdurchschnittliche Renditen sind aber genauso möglich. Und Dividenden bringen möglicherweise zusätzliche Erträge. Ein weiterer Vorteil von Aktien: Anders als bei Festgeldanlagen können Aktienbesitzer über das Geld verfügen: Aktien können jederzeit – zum aktuellen Kurs – verkauft werden und damit wieder zu Geld gemacht werden.

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