Wer sind Deutschlands Aktionäre?

Fast 4,4 Millionen Deutsche besitzen derzeit Aktien. Doch wer sind diese Menschen? Woher kommen die Bundesbürger, die Wertpapiere ihr Eigen nennen?

Geographisch sind die Aktionäre vor allem im Süden des Landes zu finden. Hier haben 27 Prozent Aktien. Den Bayern, Badenern und Württembergern folgen die Norddeutschen auf dem zweiten Platz. Von ihnen besitzen 24 Prozent Wertpapiere. In der Region Mitte liegt der Wert der Aktienbesitzer bei 23 Prozent. Im Osten unseres Landes sind es lediglich 20 Prozent. Das sind unter anderem die Ergebnisse der repräsentativen Studie „Aktienkultur in Deutschland“, für die 2.000 Deutsche ab 18 Jahren befragt wurden.

Ist unter den Aktionären ein Unterschied zwischen den Geschlechtern zu erkennen? Offensichtlich haben Männer ein größeres Interesse an Wertpapieren als Frauen. 30 Prozent der Männer haben sich Aktien gekauft, bei den Frauen sind es hingegen nur 17 Prozent.

Je mehr Geld, desto mehr Aktien

Die Studie zeigt auch ein weiteres eindeutiges Ergebnis: Je höher das Einkommen steigt, desto eher investieren die Deutschen in Aktien. In den Haushalten, in denen monatlich 4.000 Euro und mehr zur Verfügung stehen, besitzt fast die Hälfte Wertpapiere (45 Prozent). Bei den Bundesbürgern, bei denen zwischen 3.000 und 4.000 Euro auf dem Konto landen, ist es jeder Dritte (30 Prozent). Unter den Deutschen, die mit 2.000 Euro bis 3.000 Euro im Monat planen können, sieht es ähnlich aus (27 Prozent). Bei denen mit 1.000 bis 2.000 Euro sind es lediglich 15 Prozent.      

Außerdem belegt die Studie: Je höher der Bildungsabschluss ist, desto mehr Aktionäre sind in dieser Gruppe zu finden. So sind unter den Deutschen mit einem abgeschlossenen Studium deutlich mehr Wertpapierbesitzer als unter denen mit Hauptschulabschluss. Mehr als jeder dritte Deutsche, der einen Bachelor, Master oder ein Diplom hat, besitzt Aktien (35 Prozent). Unter den Volks- und Hauptschülern sind es nur zwölf Prozent. Sie belegen damit den letzten Platz. Den Studierten folgen auf den Plätzen die Bundesbürger mit Abitur oder Fachhochschulreife (27 Prozent) und die mit Mittlerer Reife (20 Prozent).    

Wer also jemanden kennt, der eine Universität besucht hat, aus Bayern oder Baden-Württemberg kommt und sehr gut verdient, kennt mit hoher Wahrscheinlichkeit auch einen Aktienbesitzer.